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Ein halbes Jahr Fairphone – ein Zwischenfazit

Seit über einem halben Jahr habe ich das Fairphone nun im Einsatz. Zeit, über meine bisherigen Erfahrungen zu schreiben. Ich werde im Folgenden eher weniger auf die üblichen „Wie fair ist das Fairphone global gesehen“-Aspekte eingehen, sondern meine eigene ganz persönliche Erfahrung beschreiben. Wer sich für das große Drumrum interessiert, sollte einen just in der taz erschienenen Artikel lesen.

Hier dreht es sich jetzt eher darum, wie „fair“ das Fairphone zu denen ist, um die es unter dem Strich geht: die Käufer des Gerätes. Ich werde darüber schreiben, warum ich das Telefon eigentlich wirklich gerne mag, es aber in den vergangenen sechs Monaten mehr als einmal vor die Wand werfen wollte und mehrfach kurz davor war, es zu verkaufen.

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Fairphone – ein erster Eindruck

Fairphone_Cost_Breakdown_and_Key_Sept2013-1Als ich mir im Dezember 2012 eine neues Smartphone zulegen musste, setzte ich auf Windows Phone 8. Ja, ihr lacht. Und zwar völlig zu recht. Meine anfängliche Euphorie war auch schnell verflogen. Dazu demnächst mehr. Jetzt sei nur wichtig: schon bald sehnte ich mich zurück nach Android.

Im Frühjahr 2013 las und hörte ich dann an verschiedensten Stellen von ein paar Niederländern, die sich vorgenommen hatten, ein soweit irgendwie möglich „faires“ Smartphone (insbesondere in Bezug auf den komplett offen gelegten Herstellungsprozess, auf Arbeits- und Umweltbedingungen und auch auf das Betriebssystem) zu produzieren.

Um das Projekt zu starten, wurden 5.000 Menschen benötigt, die im Rahmen einer Crowdfounding-Campagne bereit waren, dem kleinen Non-Profit-Unternehmen 325 Euro vorzuschießen. Ich fand die Idee super, fasste mir ein Herz – und war am 15. Mai 2013 der 845. Besteller eines Fairphones.

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